Aschenputtel im Schloss
, bis
Gioachino Rossini
Von: 01.04.2012 Bis:09.06.2012
| Musikalische Leitung Inszenierung Ausstattung Choreinstudierung Dramaturgie |
Adrian Kelly Carl Philip von Maldeghem Christian Floeren Stefan Müller Andreas Gergen |
| Sprecherin Don Ramiro Dandini Don Magnifico Clorinda Tisbe Angelina, Cenerentola Alidoro |
Elisabeth Halikiopoulos Vassilis Kavayas Simon Schnorr Hubert Wild Laura Nicorescu Emily Righter Tamara Gura Marcell Bakonyi |
Alles fliegt: Die Kutsche, aus der der verkleidete Prinz huldvoll winkt, das Pferd, auf dem Aschenputtel ihren effektvollen Auftritt im Schlossgarten hinlegt und sogar der alte Ofen, auf dem Alidoro, der Zauber-Lehrer, sich durch die Lüfte bewegt.
Die Phantasie hat es da leicht, mit zufliegen, abzuheben ins Märchenreich. Tatsächlich scheint die „Cenerentola“ des Landestheaters erst als „Aschenputtel im Schloss“ zu ihrer vollen zauberhaften Wirkung zu kommen. Alles, was in der abendfüllenden Produktion da und dort langatmig und erdenschwer geblieben ist, fehlt in der „Kurzfassung“ für Kinder. Und dennoch fehlt nichts. Es wird ja nicht einfach nur gekürzt, sondern mit dem gleichen musikalischen und künstlerischen Anspruch gearbeitet.
Inszeniert hat Carl Philip von Maldeghem. Eine Erzählerin (Elisabeth Halikiopoulos) führt – im Märchenbuch blätternd - durch die Geschichte. Gespielt wird in der Originalkulisse, in der hinreißenden Ausstattung von Christian Floeren. Der Schlosspark wirkt mehr denn eh wie eine aufgeschlagene Seite im Märchenbuch. Im Orchestergraben spielt das Mozarteumorchester unter der Leitung von Adrian Kelly – bei der Premiere am Sonntag - mit mitreißendem Schwung und feiner Transparenz.
Drehpunktkultur
Aschenputtel ist eines der beliebtesten Märchen für Kinder. Erklingt die Geschichte auch noch in der wunderbaren Komposition Rossinis, wird es zum wahren Ohrenschmaus. Speziell für unser jüngstes Publikum wird auch in dieser Spielzeit wieder eine große Oper für Kinder adaptiert – unter Mitwirkung unseres Opernensembles und des voll besetzten Mozarteumorchesters.
Die Kinder verfolgen das tugendhafte Aschenputtel auf dem Weg vom Haus der bösen Stiefmutter in das Schloss des Prinzen und können sich von der prachtvollen Ballwelt bezaubern lassen. Dort wartet auch schon der Prinz, der sich unsterblich in sie verliebt hat. Bevor die beiden zusammenfinden gilt es jedoch, das Verwechslungsspiel und den Wirrwarr an Verkleidungen aufzulösen, denn um die wahre Tugendhaftigkeit zu prüfen, hat sich der Prinz zu Beginn als sein eigener Diener ausgegeben.
Märchen trifft auf komische Oper und schafft spielerisch den Einstieg in die Welt der großen Gefühle.