NINO MALFATTI - DIE GEMALTE ZEIT Retrospektive 1968 bis 2011
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Mit seinen Darstellungen alltäglicher Gegenstände wie Kleiderbügel, Pflugmesser und Schuhleisten, die er zu spannungsvollen Kompositionen verschachtelte, war der Tiroler Künstler Nino Malfatti auf der „documenta 6“ vertreten.
Seit Mitte der 1980er Jahre sind das ausschließliche Thema seiner Bilder die Berge. In Berlin, wo er seit 1974 lebt, hat er diese nicht mehr vor der Haustür. Er hält sie jedoch während seiner Aufenthalte in Tirol in zahlreichen Skizzen, Studien und Fotografien fest. Davon ausgehend malt er zumeist aus ihrem Kontext gerissene alpine Hochgebirgsformationen, Felsen oder Steinbrüche, die er jedoch als völlig abstrakte Gegenstände neu definiert. Auf der Leinwand entstehen eigengesetzliche und sinnliche Welten, die mit Motiv und Wiedererkennbarkeit nur noch äußerlich verbunden sind.